
DAS
EUROPÄISCHE HUNDEMUSEUM
im Kloster Marienberg (Burgenland)
Öffnungszeiten:
1.Mai – 26.Oktober
an
Sonn- und Feiertagen 14 – 17 Uhr
und gegen Voranmeldung (ab 6 Personen)
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Das Europäische Hundemuseum im Kloster Marienberg im mittleren Burgenland ist die einzige öffentlich zugängliche Sammlung, die „dem besten Freund des Menschen“ gewidmet ist. Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund ist das Hauptthema des Museums. Diese einzigartige Beziehung war das Thema der Sonderausstellung „MENSCH & HUND – eine Beziehungsgeschichte“, die im Jahr 2001 im Kloster Marienberg gezeigt wurde. Das große Interesse beim Publikum und viele Angebote von Privatsammlern ließen die Idee entstehen, ein Hundemuseum einzurichten. Besucher, die zum ersten Mal das Kloster Marienberg besuchen, sind oft erstaunt, dass in einem mittelalterlichen Kloster ein Hundemuseum eingerichtet ist. Die anfängliche Skepsis verfliegt aber bald, wenn sie sich mit den Exponaten des Museums auseinandersetzen.
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Der Hund, der älteste und am längsten dienende tierische Wegbegleiter des Menschen, erfüllte im Laufe der Jahrtausende die verschiedensten Aufgaben. Dementsprechend vielfältig ist auch das Angebot des Museums. Der Einsatz des Hundes im Dienst des Menschen wird auf Bildern und durch viele interessante Objekte dokumentiert. Die Frage nach der Herkunft des Hundes und seiner Verwandtschaft mit dem Wolf wird im Museum anhand von Texten und Schautafeln, sowie mit Skeletten und Anatomietafeln sehr anschaulich behandelt. Mythen verschiedener Völker aus der ganzen Welt zum Thema Schöpfung und Hund belegen sehr eindrucksvoll, welche Bedeutung der Hund zu allen Zeiten für die Menschen hatte. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die umfangreiche Bildersammlung dar. Grafikzyklen, Illustrationen, Bilder von Künstlern, die sich besonders mit dem Hund auseinandersetzten, sowie sehr viele alte Fotografien von Hunderassen und dem Einsatz von Hunden zeigen, wie gern Hunde zu allen Zeiten dargestellt wurden.
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Den eigentlichen Grundstock des Museums bildete aber die Sammlung Hauck, die sich im Besitz des Österreichischen Kynologenverbandes befindet. Prof. DDr. Emil Hauck wurde 1879 in Wien geboren. Er studierte Jus und Veterinärmedizin. Von 1915 bis 1918 war er Cheftierarzt des k.u.k. Kriegshundeführerkurses. Neben seiner Tätigkeit als Tierarzt befasste sich Hauck intensiv mit der Geschichte des Hundes und schrieb zahlreiche Fachartikel und Bücher. Hauck starb 1972 in Wien. Seine Sammlung umfasst Hunderte von Skelettschädeln, sowie Feucht- und Trockenpräparate. Weitere Objekte sind Medaillen, Plaketten und Hundemarken, großteils noch aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Neben vielen Hundefiguren und Grafikmappen enthält die Sammlung ein äußerst umfangreiches Fotoarchiv mit Aufnahmen von Rassehunden aus der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Die wichtigsten Exponate der Sammlung Hauck sind im Museum ständig ausgestellt.
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Zusätzlich stellen die Skulpturen und Bilder aus der Sammlung Dr. Fleig Werke von höchstem künstlerischen Rang dar. Helga und Dr. Dieter Fleig sammelten im Laufe ihres gemeinsamen Lebens Kunstwerke aus verschiedenen Epochen und Regionen, sodass eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Welt entstand. Dr. Dieter Fleig (1932 – 2001) verfasste selbst viele Hundebücher, die er im eigenen Verlag (KYNOS - VERLAG) herausgab. Sein besonderes Interesse galt den Kampfhunden, deren Geschichte er intensiv erforschte und für die er sich zeitlebens leidenschaftlich einsetzte. Nach dem Tod von Frau Fleig kam die komplette Sammlung nach Österreich. In den Jahren 2008 und 2009 wird der Großteil der Werke in einer eigenen Sonderschau erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Dadurch wird das Angebot des Museums annähernd verdoppelt.
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Erfreulich ist auch, dass immer mehr private Sammler ihre Exponate dem Museum zur Verfügung stellen. Dadurch können ständig neue und interessante Schaustücke den Besuchern gezeigt werden. Im Jahre 2006 kamen viele Exponate des ehemaligen Hundemuseums von Berlin in das Kloster Marienberg. Das Berliner Hundemuseum wurde bis zum Jahr 2000 von Margarete und Gerhard Laske in Berlin – Blankenburg aufgebaut und betreut. Nach seiner Schließung wurden viele Exponate verkauft. Ein Teil der Sammlung ging nach Usedom, von wo einige hundert Schaustücke in das Europäischen Hundemuseum gebracht werden konnten. Die Sammlung ist sehr vielfältig und umfasst Figuren aus verschiedenen Materialien, originelle und witzige Gebrauchsgegenstände, sowie eine Vielzahl anderer Objekte rund um den Hund.
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Sehr reizvoll ist die Hundemusik. Besucher können inzwischen aus einem reichen Angebot von Werken der Romantik bis zur Popmusik der Gegenwart auswählen. In den Räumen des Hundemuseums sind auch Sitzgelegenheiten mit Büchertischen für Besucher, die sich die nötige Zeit nehmen, um sich mit der Mensch-Hund-Beziehung in einem entsprechenden Ambiente auseinanderzusetzen. Das Hundemuseum befindet sich im Obergeschoß des Klosters. Das Zisterzienserkloster Marienberg wurde 1195 gegründet, zwischen 1529 und 1532 nahezu vollständig zerstört und im 17. Jahrhundert in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Die prächtige Barockkirche wurde zwischen 1741 und 1780 errichtet.
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Bei einem ersten Blick auf die Landkarte erscheint der Standort des Hundemuseums etwas abgelegen, durch günstige Verkehrverbindungen kann das Kloster Marienberg aber von Wien oder Graz zum Beispiel in einer guten Stunde erreicht werden. Da es in der Umgebung viele interessante Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote gibt, kann durchaus ein Tagesausflug (mit dem Hund!) geplant werden . Hunde dürfen auch in das Museum mitgenommen werden. Die
Öffnungszeiten des Museums: 1. Mai bis 26. Oktober,
an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr
sowie
nach Vereinbarung (ab 6 Personen)
Für
weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Anton Schoberwalter
Europäisches Hundemuseum
A
7444 Kloster Marienberg
02611/2292
0664/5016816
Unter dieser Adresse kann auch ein großzügig illustrierter Katalog mit vielen Beiträgen zur gemeinsamen Geschichte von Mensch und Hund bestellt werden.
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